Organisation der Schülerfirma TIPATOKA

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Zu Beginn des Schuljahres treffen sich die interessierten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 bis 10 im SCHIK (Schülercomputerraum) zur Gründungsversammlung. Der betreuende Lehrer erklärt die wesentlichen Punkte der Arbeit in der Schülerfirma. Er stellt die bisherigen Ergebnisse vor und erörtert mit den Bewerbern die Fortsetzung oder mögliche Veränderungen.

Arbeitsvertrag
Mit der Unterschrift akzeptiert man die Bedingungen des Arbeitsvertrags.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich zur Teilnahme entschließen, wählen aus ihrer Mitte einen Geschäftsführer. Je nach Interessenlage kann man sich für spezielle Aufgaben, wie Buchführung, Werbung, Gestaltung von Internetseiten, Wartung von Schulcomputern u.a. bewerben. Der abzuschließende 'Arbeitsvertrag' wird in allen Einzelheiten besprochen.

Für die Schülerinnen und Schüler, die später in die Schülerfirma eintreten wollen, gibt es ein Bewerbungsverfahren. Interessenten geben ein Bewerbungsschreiben mit einer kurzen Begründung ihres Wunsches an den Geschäftsführer oder den betreuenden Lehrer. In der nächsten Versammlung entscheiden dann alle Tipatokas über die Bewerbung.

Verträge

Grundlage für die Existenz der Schülerfirma ist der 'Schulvertrag'. Diesen schließt der Geschäftsführer der Schülerfirma mit dem Schulleiter. Der Vertrag regelt die Grundlagen der Arbeit.

Schulvertrag
Der Geschäftsführer der Schülerfirma schließt den "Schulvertrag" mit dem Schulleiter.

Im 'Arbeitsvertrag' werden die Rechte und Pflichten der Firmenmitglieder geregelt. Diese sind einem realen Arbeitsverhältnis nachempfunden.

Eine Voraussetzung für die Arbeit in der Schülerfirma ist das Einverständnis der Eltern. Die Bewerber legen den 'Elternbrief', mit dem die Eltern über die wesentlichen Punkte informiert werden, zu Hause vor und bringen die Einverständniserklärung wieder zur Schule, wo sie bei den Geschäftspapieren aufbewahrt wird.

Aufgabenverteilung

Geschäftsgrundlage der Schülerfirma ist das Sammeln und Sortieren von Drucker-Leergut. Daran beteiligen sich alle Firmenmitglieder ohne Unterschied. Dazu gehören auch 'Kurierdienste', wenn das Leergut bei einem Betrieb abgeholt werden muss.

Darüber hinaus gibt es einige besondere Aufgaben, die von bestimmten Firmenmitgliedern wahrgenommen werden:

  • Vertretung der Schülerfirma nach außen hin und Zuständigkeit als Ansprechpartner für die Belange der Firma
  • Sammeln und Führen der Geschäftsunterlagen einschließlich Einnahmen- und Ausgabenverwaltung
  • Werbung für die Arbeit der Schülerfirma
  • Öffentlichkeitsarbeit durch Presseartikel
  • Mitarbeit im PC-Team bei der Wartung von Schulcomputern
  • Mitarbeit im Web-Team bei der Gestaltung der Seiten der Schülerfirma und von Internetseiten für Vereine und Einrichtungen

Tradition

Jedes Jahr wechselt nur ein Teil der Mitarbeiter und nicht die komplette Belegschaft, um zu verhindern, dass die aufgebaute Fachkompetenz verloren geht.

Finanzen

Bei der Arbeit der Schülerfirma entstehen im Lauf der Zeit Gewinne. Zurzeit gilt die Vereinbarung, dass diese Gewinne wieder innerhalb der Schule für besondere Interessen der Schülerinnen und Schüler investiert werden. So wurden bisher USB-Sticks für die Firmenmitglieder und neue Computer-Mäuse für den Schüler-Computerraum angeschafft. Über die Verwendung der Mittel entscheidet die Versammlung der Mitglieder. Ein mögliches Ziel ist es, den Geschäftsraum der Schülerfirma weiter auszustatten. Mit Unterstützung des Fördervereins wurden 2008 acht gut ausgestattete Arbeitsplätze eingerichtet. Für das Web-Team wurden Laptops angeschafft. In 2011 sponsert die Schülerfirma wiederum mit Unterstützung des Fördervereins Klassen-Laptops, die sie auch für den Einsatz im Unterricht einrichtet.

Neue Computer
2008 konnten acht neue Computer für die Schülerfirma angeschafft werden.

Die Geschäfte der Schülerfirma werden über das Geschäftskonto bei der örtlichen Volksbank abgewickelt. Verfügungsberechtigt ist der Geschäftsführer zusammen mit dem betreuenden Lehrer.

UrkundeAnerkennung

Als Anerkennung für ihre Arbeit erhalten die Firmenmitglieder keinen 'Arbeitslohn', aber sie können mit positiver Resonanz innerhalb und außerhalb der Schule rechnen. Als äußeres Zeichen dieser Wertschätzung wird die Tätigkeit als außerunterrichtliches Engagement auf dem Zeugnis bescheinigt. Am Ende des Geschäftsjahres erhält jedes Firmenmitglied eine Urkunde über die geleistete Arbeit, die auch bei Bewerbungsunterlagen erfolgversprechend verwendet werden kann. Bei ihrer Schulentlassung werden die Firmenmitglieder besonders geehrt und erhalten ein Belohnungs-Geschenk.

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